Bericht
"Angst verlieren- Spaß gewinnen mit Hunden", ist das Ziel des Seminars das Dr. Maike Pellarin ( rechts ), Oberärztin im St. Annastift, mit Hundetrainerin Silke Nettkau am 1. Februar 2008, von 16-18.15 Uhr in der Volkshochschule, Bürgerhof, anbieten. Auch der "vierbeinige Referent" Kingsley ( Bild ), Therapiehund des St. Annastifts, und seine Freunde Chiara und Ole vermitteln ebenfalls Tipps und Tricks. |
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Artikel 2 und 3 über Kingsley in der Rheinland-Pfalz Ausgabe vom 07.01.2008 und in der Rheinpfalz-Ludwigshafen Ausgabe am 11.01.2008 |
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Kingsley im Fernsehen Ich war im RNF ( Rhein Neckar Fernsehen ) am Montag den 16.01.2007 zu Sehen. |
Artikel 1 über Kingsley im Mannheimer Morgen am 16.01.2007 |
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Bericht
Kingsley ist ein Therapeut auf vier Pfoten Artikel 1
Kinder- und jugendpsychiatrische Tagesklinik des St. Annastiftskrankenhauses setzt erstmals einen Hund ein.
Von unserem Redaktionsmitglied Sybille Burmeister
Schwanzwedelnd läuft Kingsley auf die Besucher zu. Bleibt abwartend stehen und legt den Kopf schief - als bald fertig ausgebildeter Therapiehund "weiß" der Bearded Collie, dass er an Menschen nicht hochspringen darf. Er ist der einzige Mitarbeiter auf vier Pfoten, den das St. Annastiftskrankenhaus auf seiner Gehaltsliste hat. In der Tagesklinik der im Juli 2005 eingerichteten Kinder- und Jugendpsychiatrie assistiert er seiner Besitzerin, Oberärztin Dr. Maike Pellarin.
Die Oberärztin ist vor etwa einem Jahr vom Olgastift in Stuttgart nach Ludwigshafen gewechselt. Bei Chefarzt Dr. Jochen Gehrmann lief sie mit ihrem Wunsch nach einem Therapiehund in der Ambulanz "offene Türen ein", wie es der Klinikleiter ausdrückt. " Der Hund verändert die ganze Atmosphäre im Haus: sowohl unter den Mitarbeitern als auch bei den Besuchern. Die Patienten und ihre Angehörigen verlieren geradezu die Schwellenangst vor der Psychiatrie", hat er festgestellt. "Ein Hund zaubert bei den meisten gleich ein Lächeln ins Gesicht."
Kingsley hat seine ersten Einsätze bereits hinter sich, wird aber derzeit noch von Hundetrainerin Silke Nettkau ausgebildet. Der vier Monate alte Rüde lässt sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen, reagiert auf Geräusche oder Bewegungen nicht ängstlich. Einen gewissen "Grundgehorsam" müsse sie ihm noch vermitteln, erklärt Nettkau lachend, aber Kingsley mache sich sehr gut. Er stammt aus der Zucht Millwaukee's Bearded Collies und sei mit seinen sieben Geschwistern mit der Familie der Züchterin aufgewachsen.
Dr. Maike Pellarin hat ihn auf eigene Kosten angeschafft, Futter und Unterhalt werden als sein Gehalt vom St. Annastiftskrankenhaus getragen. Die Ausbildung finanziert die Sparkasse Vorderpfalz mit 1500 Euro. "Wir setzen bei unseren Spenden einen Schwerpunkt auf Bildung und Jugend, da passte Kingsley gut in unser Konzept", erläutert Direktor Stefan Fink.
Ein Therapiehund wirke bei fast allen psychischen Krankheitsbildern positiv, erklärt Pellarin. Gute Erfahrungen habe sie bereits bei Zwangsstörungen von Kindern und Jugendlichen gesammelt, auch besonders ängstliche, schüchterne Mädchen und Jungen verlören ihre Scheu: "Ein Hund schaut nicht, wie jemand aussieht, der erwartet nichts, sondern geht auf jeden offen zu. Das ist für viele Kinder eine neue, schöne Erfahrung."
Die Klinik muss hohe Hygiene-Auflagen erfüllen, um den Hund einsetzen zu können - "typisch deutsch eben", meint Gehrmann achselzuckend. "Das flauschige Fell des Hundes zu kraulen, ermöglicht für die Kinder und Jugendlichen einen unverfänglichen Körperkontakt, sie können Verantwortung für ein Lebewesen übernehmen und erleben, dass der Hund ihnen gehorcht", nennt Pellarin weitere positive Einflüsse des Tieres auf die Therapie. Kinder mit einem ADHS, so genannte Zappelphillipe, bekommen durch das Bedürfnis des Hundes nach Ruhe eine Art Rückkoppelung auf ihr eigenes Verhalten - und lernen, auf den Therapeuten auf vier Pfoten Rücksicht zu nehmen.
Mannheimer Morgen 16. Januar 2007 |
Artikel 2 über Kingsley in der Rheinland-Pfalz Ausgabe vom 16.01.2007 |
Sensibler Mitarbeiter auf vier Pfoten Artikel 2
Mundenheim: Therapiehund findet Kontakt zu Kindern im St. Annastift
Ein Mitarbeiter auf vier Pfoten gehört neuerdings zum Team der Kinder - und Jugndpsychiatrie des St. Annastifts- Krankenhauses in Mundenheim. Für den Therapiehund Kingsley der Rasse Bearded Collie hat Sparkassen-Vorderpfalz Direktor Thorsten Fink Chefarzt Dr. Jochen Gehrmann gestern eine Spende von 1500 Euro überreicht. Die Idee eine Hund zur unterstützenden Therapie in der Kinder - und Jugendpsychiatrie des Hospitals einzusetzen, hatte Oberärztin Dr. Maike Pellarin, die bereits in einem Stuttgarter Krankenhaus Erfahrungen mit Vierbeinern gesammelt hatte. " Ein Therapiehund kann in der Diagnostik und als positiver Verstärker in der Therapie eingesetzt werden, er erleichtert die Kontaktaufnahme mit sehr introvertierten Kindern und Jugendlichen und ist ein geeigneter Trainer zum Aufbau sozial-emotionaler Kompetenzen", erläuterte Pellarin , die zugleich die Halterin Kingleys ist. Die Hundetherapie ergänze das Konzept der handlungsorientierten und kreativen Therapie, die im St. Annastift praktiziert werde, führte Gehrmann weiter aus. Hunde seien besonders geeignet, um Hemmungen bei Patienten zu überbrücken. " Sie öffnen Türen. Sie schaffen Sympathie und Zutrauen." Gerade junge Patienten könnten viel im Umgang mit einem Therapiehund lernen, erläutert der Chefarzt. Indem Kinder ein Tier betreuen, lernten sie, Verantwortung zu übernehmen. Zudem fungierte Kingsley als Modell auch für andere Menschen, auf die es zu achten gelte. Seine Ausbildung erhält Kingsley in einer Mannheimer Hundeschule, die er einmal in der Woche besucht. Trainerin Silke Nettkau bringt dem Bearded Collie dort Kommandos und Verhaltensweisen bei. " Natürlich muss ich im Hinterkopf behalten, das es sich bei Kingsley um einen Therapiehund handelt" fügte Nettkau hinzu. Das pädagogische Ziel speziell für Kingsley sei, die Entwicklung von Ängsten zu vermeiden. " Ein Therapiehund sollte sich vor nichts fürchten. Deshalb lernt er in der Schule auch laute zu nächst fremde Geräusche kennen" , erklärte Nettkau ihr Lehrprinzip. Als Therapiehund eigne sich Kingsley besonders wegen seines gelassenen Characters. " Er lässt sich für die therapeutische Behandlung fast aller Krankheitsbilder, besonders bei misstrauischen und ängstlichen Kindern einsetzen", hat Pellarin beobachtet.
Rheinland-Pfalz Ausgabe 16. Januar 2007 |
Artikel 3 über Kingsley Titelseite im Wochenblatt Ludwigshafen vom 31.01.2007
St. Annastift: In der Kinder - und Jugendpsychiatrie ist der Hund los |
Deutschland suchte kürzlich den Superhund, Ludwigshafen hat ihn schon seit November vergangenen Jahres: gestatten, sein Name ist Kingsley. Er ist gerade einmal 18 Wochen alt, aber schon ein engagierter Angestellter in der Kinder- und Jugendpsychiatrie des St. Annastifts in Mundenheim. Während sich die "Superhunde" über Hindernisse bewegten oder auf dem Laufsteg stolzierten, hat Kingsley wichtigeres zu tun. Als Therapiehund ist der kleine braun-weiße Bearded Collie mit den
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samtfarbenen Augen im St. Annastiftunterwegs, Kinderherzen zu erobern und so die Kontaktaufnahme zu den jungen Patienten zu erleichtern. "Hunde entspannen die Situation fast ganz automatisch, sie lenken ab und können direkt in die Therapie integriert werden" so Oberärztin Dr. Maike Pellarin, der Besitzerin von Kingsley. Die Idee für den Einsatz eines Therapiehundes hat sie von Stuttgart mitgebracht, wo sie bereits erfolgreich mit einem Vierbeiner gearbeitet hat. Therapiehunde können unter anderem bei Kindern mit Verhaltensstörungen, hyperaktiven und autistischen Kinder sowie bei Zwangs- Borderlinestörungen eingesetzt werden. Natürlich kann man nicht jeden Hund für diese verantwortungsvolle Arbeit nehmen. Der Hund muss schon gewisse Anforderungen erfüllen," so die Oberärztin. So muss ein Therapiehund gutmütig, wenig ängstlich und ziemlich gelassen und gleichzeitig zutraulich sein. Kingsley erfüllt all diese Kriterien bisher mit Bravour. Dafür hat Maike Pellarin auch lange auf einen passenden Hund gewartet: "Ein Therapiehund muss von Anfang voll ins Leben integriert sein. Das war Kingsley von Anfang an. Seine Wurfbox stand im Haus und er wurde sofort mit Kindern, Hunden und Katzen gut sozialisiert. Was sehr wichtig ist." Seinen Einsatz auf vier Pfoten beginnt er wie jeder andere Angestellte auch: Morgens tritt der kleine Bearded Collie den Dienst gemeinsam mit seinem Frauchen an, abends wird gemeinsam Feierabend gemacht. Zwischendurch kann sich der Jungspund in seinem Körbchen, das in Frauchens Zimmer steht, ausruhen, um für die nächste Behandlung wieder voll bei Kräften zu sein. Dr. Maike Pellarin: "Kingsley ist ja noch sehr jung. Er braucht noch viele Pausen. Sein Wohl steht im Vordergrund." Denn neben seiner Arbeit im Krankenhaus hat Kingsley noch jede Menge zu tun: er wird ausgebildet und besucht eine Hundeschule in Mannheim. Diese Ausbildung bekommt er von der Sparkasse Vorderpfalz bezahlt. 1500 Euro kostet sie und dauert zwei Jahre. Maike Pellarin: " Wir besuchen jede Woche gemeinsam die Welpenstunde, damit Kingsley Kontakt zu anderen Artgenossen hat und die Grundkommandos erlernt." Doch damit nicht genug, bekommt Frauchen und Hund noch wöchentlich Einzelunterricht." Da wird gezielt geschaut, dass sich keine Erziehungsfehler einschleichen. Und er wird an verschiedene Situationen gewöhnt. " Seine Hundetrainerin Silke Nettkau beschreibt Teile der Ausbildung: Kingsley trainiert weitaus intensiver wie ein normaler Welpe. Selbstverständlich wird er nicht überfordert. Aber er bekommt neben seinem normalen Training in der Welpenstunde auch noch Einzelunterricht. Dort schauen wir genau, wie er sich verhält und wie er in gewissen Situationen reagiert hat. Salopp gesagt, muss Kingsley mit vier Pfoten auf dem Boden bleiben und das Maul zu lassen. Das heißt, er darf keine Menschen anspringen und auch nicht zuschnappen. "Um das zu lernen wird der Bearded Collie über Spielzeug motiviert. Die Hundetrainerin: "Wir spielen beispielsweise Ball mit ihm und wenn er dabei die Hand zwickt, bekommt er beigebracht, nur ins Spielzeug zu schnappen, nicht in die Hand. Oder würde im Krankenhaus beobachtet dass er, wenn Kinder auf ihn zu rennen und eines hinfällt, zwar immer noch mit dem Schwanz wedelt, aber sich zurückzieht oder den kopf wegdreht, stellen wir die Situation in der Stunde nach, bis er ruhig darauf reagiert." Dass sich die Mitarbeit von Kingsley lohnt, der übrigens Hundefutter statt Gehalt empfängt, zeigt sich bereits an "allen Ecken und Kanten" des Krankenhauses. Sein Frauchen: Das Klima im Team ist noch besser geworden. Da klopfen Kollegen an meine Tür und sagen "Ich will Kingsley mal schnell Guten Tag sagen". Der kleine Kerl erleichtert die Arbeit mit unseren Patienten. Wenn ein Kind zu aktiv ist, zieht er sich zurück. Wird das Kind wieder ruhiger, kommt er automatisch wieder. Das hilft ganz vielen Kindern. Er schlägt wirklich eine Brücke zwischen Arzt und Patient. "Für seine tolle Arbeit erntet Kingsley statt Leckerlie`s ganz viel Lob. Denn auch das ist wieder ein Teil der Therapie. Die Oberärztin: "Viele Kinder lernen durch Kingsley, was es heißt, zu loben. Das ist eine ganz neue Erfahrung für sie und sie freuen sich, wenn sich Kingsley freut." Bei so positiven Erfahrungen wird der langhaarige Bearded Collie, dessen Fell übrigens in den seltensten Fällen Allergien auslöst, bald nicht mehr aus dem Alltag des St. Annastiftes wegzudenken sein. ( sk ) |
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Artikel 4 über Kingsley Neue LU Das Magazin der Stadt Ludwigshafen März/April 2007 Nr. 2 |
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Wer mehr über mich wissen möchte, kann einfach bei meinem Frauchen Dr. Maike Pellarin, Chefärztin in der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Potsdam nachfragen. |
Ein fröhliches Wuff Kingsley |