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Standard

Rasseportrait

Über die Herkunft des Bearded Collies ist wenig bekannt.
Dem Typ nach dürfte er aber den zotteligen Hirtenhunden
angehören, deren Urheimat in Osteuropa/ Asien liegt.
Man vermutet, dass er mit den dort eingekauften Schafen
und Rindern nach England kam.
Schon im 15. Jahrhundert haben Bearded Collies
in Schottland Schafe gehütet. Sie sollten aber nicht nur
das Vieh treiben, sondern es auch gegen Raubtiere
und Viehdiebe verteidigen.

Seinen Namen Bearded ( bärtiger ) Collie oder " Beardie"
( sprich: Bierdie ), hat er von seinem Bart,
der über die Lefzen und vom Kinn wächst. 
Der ganze Körper ist mit dichter, weicher,
pelziger Unterwolle und langen, rauhen und kräftigen
Deckhaaren bis rund um die Läufe bewachsen.

Der Beardie ist ein temperamentvoller Hund,
der mit seinem schlanken Körper trotz seines dichten
Haarkleides nicht plump wirkt. 
Er ist kinderfreundlich und gutmütig.
Der aufmerksame, unternehmungslustige Ausdruck ist
ein kennzeichnendes Merkmal der Rasse.

Als ursprünglicher Arbeitshund braucht der Beardie
keine besondere Pflege.
Er muss nur regelmäßig gebürstet werden.
Aber als lebhafter, aktiver Hund braucht er auch viel
Bewegung und Beschäftigung.

Der Beardie ist robust und wiederstandsfähig,
jedoch sensibel.
Er eignet sich nicht für die Zwingerhaltung,
da er den Kontakt zu seiner Familie braucht.
Wer eine originelle, liebenswürdige
Persönlichkeit, ein zärtliches, frohes Temperament,
dazu Wachsamkeit ohne übertriebene Schärfe sucht,
kommt mit einem Beardie voll auf seine Kosten.

FCI Standard Nr. 271 c vom 01.12.1989

Allgemeine Erscheinung:
schlanker, drahtiger, aktiver Hund. 
Länger als hoch. Im Verhältnis von ungefähr 5:4,
gemessen vom vordersten Punkt des Brustbeines
bis zu den Sitzbeinhöckern ( Gesäßknochen ).
Hündinnen dürften geringfügig länger sein.
Trotz kräftigen Körperbaues sollte der Hund
einen guten Bodenabstand zeigen
und nicht zu schwer wirken. 
Der aufgeweckte, forschende Ausdruck ist
ein kennzeichnendes Merkmal dieser Rasse.

 

Charakteristik:
Aufmerksam, lebhaft, selbstsicher und aktiv.

 

Wesen:
Zuverlässiger, intelligenter Arbeitshund,
ohne ein Anzeichen von Nervosität oder Aggressivität.

 

Kopf und Oberschädel:
Kopf in richtigem Verhältnis zur Körpergröße.
Schädel breit, flach und quadratisch.
Der Abstand zwischen Stop und Hinterhauptbein
ist gleich mit der Breite zwischen den
Ohröffnungen ( Ohrenansätzen ).
Der Fang ist kräftig und entspricht in der Länge
dem Abstand zwischen Stop und Hinterhauptbein.
Der Gesamteindruck ist der eines Hundes
mit kräftigem Fang und einem Schädel der viel Raum
für das Gehirn bietet. Mäßiger Stop.
Nasenschwamm groß und quadratisch, meist schwarz,
bei blauen und braunen Hunden jedoch normalerweise
der Haarfarbe entsprechend. 
Nasenschwamm und Lefzen einfarbig ohne Tupfen
oder Flecken.
Die Pigmentierung der Lefzen und Lidränder
ist der Farbe des Nasenschwammes angepasst.

 

Augen:
Im Farbton auf die Farbe des Haarkleides abgestimmt,
weit auseinanderliegend und groß, sanft und liebevoll,
nicht hervortretend.
Augenbrauen nach oben und nach vorne gewölbt,
jedoch nicht so lang, dass die Augen verdeckt werden.

 

Ohren:
Von mittlerer Größe und hängend.
Bei Aufmerksamkeit heben sie sich im Ansatz
bis zur Höhe des Schädels, aber nicht darüber hinaus
und lassen den Schädel breiter erscheinen.

 

Fang/Gebiß:
Zähne groß und weiß. Kräftiger Kiefer, möglichst
mit einem perfekten, regelmäßigen
und vollständigen Scherengebiss;
wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum
über die untere greift und die Zähne senkrecht
im Kiefer stehen.
Zangengebiss erlaubt, aber nicht erwünscht.

 

Hals:
Mäßig lang, muskulös und leicht gebogen.

 

Vorderhand:
Schultern gut schräg nach hinten liegend.
Läufe gerade und senkrecht, mit kräftigen Knochen,
rundherum mit zottigem Fell bedeckt.
Vordermittelfuß biegsam, jedoch ohne Schwäche.

 

Körper:
Die Rückenlänge ergibt sich aus der Länge des Brustkorbs
nicht aus der Länge der Lendenpartie.
Rücken gerade, Rippen gut gewölbt,
aber nicht tonnenförmig.
Lendenpartie kräftig, Brustkorb tief,
mit viel Platz für Herz und Lunge.

 

Hinterhand:
Gut bemuskelt mit kräftigen Unterschenkeln,
gut gewinkelten Kniegelenken
und tiefstehenden Sprunggelenken.
Der Hintermittelfuß steht im rechten Winkel zum Boden
und befindet sich im normalen Stand gleich hinter einer
von den Sitzhöckern gedachten senkrechten Linie.

 

Pfoten:
Oval geformt mit gut gepolsterten Ballen.
Zehen gewölbt und gut geschlossen, gut mit Haar bedeckt,
auch zwischen den Ballen.

 

Rute:
Tief angesetzt, ohne Knick oder Drehung und so lang,
dass der letzte Rutenwirbel mindestens
bis zu den Sprunggelenken reicht.
Im Stand oder beim Gehen niedrig
mit einem Aufwärtsschwung an der Spitze,
bei schnellerer Gangart auch ausgestreckt getragen.
Niemals über dem Rücken getragen.
Üppig mit Haar bedeckt.

 

Gang/ Bewegung:
Geschmeidig, gleichmäßig fließend und weit ausgreifend,
bei einem Minimum an Anstrengung raumgreifend.

 

Haarkleid:
Doppelt, mit weicher, pelziger und dichter Unterwolle.
Deckhaar glatt, hart, kräftig und zottig,
weder wollig noch lockig,
obgleich eine leichte Wellung erlaubt ist. 
Länge und Dichte des Haarkleides ausreichend,
um Schutz zu bieten und die Form des Hundes
zur Geltung zu bringen, jedoch nicht soviel,
dass die natürlichen Linien des Körpers
verwischt werden.
Das Haarkleid darf in keiner Weise getrimmt werden.
Nasenrücken spärlich mit Haar bedeckt,
wobei dieses an den Seiten etwas länger ist,
gerade ausreichend um die Lefzen zu bedecken. 
An den Wangen, den unteren Lefzen und unter dem Kinn
nimmt das Fell zur Brust hin an Länge zu und bildet
den typischen Bart.

 

Farbe: hier können Sie sich die Farben ansehen
Schiefergrau, rötlich rehfarben, schwarz, blau,
alle Schattierungen von Grau, Braun und Sandfarben,
mit oder ohne weiße Abzeichen.
Wenn Weiß vorkommt, tritt es am Fang, als Blesse
auf dem Schädel, an der Rutenspitze, auf der Brust,
an den Läufen und an den Pfoten auf.
Sofern es als Halskrause vorkommt, darf der Ansatz
der weißen Haare nicht über die Schulter hinausreichen.
Weiß sollte oberhalb der Sprunggelenke nicht
an den Außenseiten der Hinterläufe auftreten.
Leichte lohfarbene Abzeichen sind an den Augenbrauen,
auf der Innenseite der Ohren, auf den Wangen,
unter der Schwanzwurzel und an den Läufen
an den Übergangsstellen zwischen
Weiß und der Grundfarbe erlaubt ( tricolor ).

 

Größe:
Ideale Schulterhöhe: Rüden 53-56 cm.
Hündinnen 51-53 cm. 
Gesamtqualität und Proportionen sollen vorrangig
gewürdigt werden,
übertriebene Abweichungen von der Idealgröße
sollte jedoch nicht gefördert werden.

 

Fehler:
Jede Abweichung von der vorgenannten Punkten
sollte als Fehler angesehen werden,
dessen Bewertung im genauen Verhältnis
zum Grad der Abweichung stehen sollte.

 

Anmerkung:
Rüden sollen zwei offensichtlich normal
entwickelte Hoden aufweisen,
die sich vollständig im Skrotum ( Hodensack ) befinden.

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